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Lothar Eiermann (* 2. März 1945 in Stühlingen) ist ein deutscher Koch. Nach seiner Lehre ging er in die Schweiz (Hotel Baur au Lac (Zürich), La Grappe d’Or (Lausanne) und Hotel Victoria (Glion)) und kehrte 1968 als Gardemanger im Hotel-Restaurant Erbprinz (Ettlingen) nach Baden-Württemberg zurück.

Von 1970 bis 1972 absolvierte Eiermann ein Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Fritz-Gabler-Schule (Höhere Hotelfachschule; Heidelberg) und arbeitete dann als Management Trainee in Schottland und England.

Seit 1973 war Eiermann Direktor und Küchenmeister des Gourmet-Restaurants im Wald- & Schlosshotel Friedrichsruhe. Ende 2008 ging er dort nach 35 Jahren in den Ruhestand.

Auszeichnungen

Publikationen

Stil

Sein Wirken als renommierter Küchenchef und Altmeister seines Fachs war maßgeblich von der Haute Cuisine beeinflusst. Zudem legte er großen Wert auf den Eigengeschmack der Produkte, bevorzugt beim Braten von Fleischspeisen extrem niedrige Temperaturen und tranchierte die Stücke erst vor dem Servieren. Sehr wichtig war ihm das Kochen/Braten der Fleischstücke im Ganzen.

1979 richtete er sich in einem offenen Brief mit der Überschrift "Adieu à un Roi" ("Abschied von einem König") gegen Paul Bocuse, weil dieser zum Ärger Eiermanns anfing, Dosensuppen unter seinem Namen zu vermarkten. Bocuse bezeichnete ihn daraufhin als „Arschloch“ und richtete sich an den Fürsten zu Hohenlohe, er solle die Anstellung von Eiermann überprüfen. Auch deutsche Spitzenköche wie Eckart Witzigmann und Franz Keller distanzierten sich in einem gemeinsam verfassten Brief von Eiermann.