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Kolja Kleeberg (* 12. Mai 1964 in Köln; bürgerlich Gerhard Nikolaus Kleeberg) ist ein deutscher Koch. Er nahm nach dem Abitur (1983) zunächst Schauspiel- und Gesangsunterricht und war beim Stadttheater Koblenz als Regieassistent, Inspizient und Nebendarsteller tätig. Sein Vater nannte ihn bereits „Kolja“, eine alte russische Abkürzung von Nikolaj (= Nikolaus).

Auf Empfehlung eines Freundes wurde er Koch und absolvierte zwischen 1986 und 1989 eine Ausbildung im Restaurant Le Marron in Bonn, das einen Stern im Guide Michelin hatte. Nach der Gesellenprüfung war er unter anderem bei Eduard Hitzberger tätig, bis er sich mit Partnern erstmals im Jahr 1993 im Raum Berlin mit den Lokalen Gut Sarnow und Am Karlsbad selbstständig machte.

Im Jahr 1996 machte ihn Josef Viehhauser zum Küchenchef im Restaurant VAU in Berlin, das im Februar 1997 eröffnete. Zunächst in angestellter Position, übernahm er das Lokal im Sommer 2002 als Inhaber, als der bisherige Betreiber in finanzielle Probleme geriet.
„Ich habe im VAU exzellente Sous-Chefs in der Küche und zwei engagierte Stellvertreter vorn im Restaurant. Eine Kartoffel wird nicht dadurch besser, dass ich sie selber schäle.“
Im September 2016 schloss Kleeberg infolge Insolvenz das VAU und teilte mit, er plane einen Neuanfang an anderer Stelle.

Medien

Köche riskieren, betriebsblind zu werden. Dass weiß auch Kleeberg. „Man beschäftigt sich das ganze Jahr über mit den gleichen Produkten, mit derselben Art zu kochen, mit derselben Klientel. Man kann leer werden und braucht Zeit, aufzutanken.“ Ausflüge ins TV-Showbusiness sind für ihn deshalb schöpferische Abwechslungen.

Mitarbeiter eines Fernsehsenders, die im VAU wiederholt zu Gast waren, verschafften ihm ein erstes Engagement als Fernsehkoch. Bekannt wurde er insbesondere durch seine Auftritte in Kochshows zum Beispiel Leas KochLUST mit Léa Linster im Saarländischen Rundfunk, Kerner kocht bzw. Lanz kocht! und der Küchenschlacht im ZDF sowie in der Sendung Kocharena auf dem Privatsender VOX.

Er wurde vom Sat 1 Kochstudio gecastet und als „Maitre Frühstücksfernsehen“ engagiert. Dreimal pro Woche kultivierte Kleeberg die moderne Kochkunst für das große Publikum – Eine Herausforderung für einen Chef, dessen Arbeitszeit zwischen Mitternacht und morgens um drei Uhr endet.

Auszeichnungen