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Eckart Witzigmann (* 4. Juli 1941 in Hohenems, Vorarlberg) ist ein österreichischer Koch. Er absolvierte von 1957 bis 1960 eine Kochlehre im Hotel Straubinger bei Ludwig Scheibenpflug.
Nach mehreren Stationen führte sein Weg 1965 zu den Gebrüdern Haeberlin in Illhäusern im Elsass. Deren Auberge de l’Ill war ein Wendepunkt in seiner Karriere, kam es doch bei ihnen zu seiner ersten Annäherung an die seinerzeit in Deutschland noch unbekannte Nouvelle Cuisine.

Es folgten Tätigkeiten bei Paul Bocuse, Roger Vergé und den Gebrüdern Michel und Pierre Troisgros sowie das Operakällaren (Stockholm), das Cafe Royal (London), die Villa Lorraine (Brüssel) und der Jockey Club (Washington, USA).
Sein Aufstieg in der deutschen Spitzengastronomie begann 1971 als Küchenchef im Münchner Restaurant Tantris, für das er 1973 den ersten und 1974 den zweiten Michelin-Stern erkochte, die damals höchste Auszeichnung in Deutschland.

1978 öffnete er sein eigenes Restaurant Aubergine am Münchner Maximiliansplatz im Haus Regina. 1979 wurde es als erstes deutsches Restaurant mit drei Sternen im Guide Michelin 1980 ausgezeichnet. Die Auszeichnung behielt das Restaurant 15 Jahre bis zur Schließung Ende 1994: „Eine wirtschaftlich erfolgreiche Spitzenküche ist die Quadratur des Kreises.“

Seit 2004 wird jährlich der Eckart Witzigmann Preis an Persönlichkeiten vergeben, die sich für das Kochen und die Esskultur in besonderer Weise verdient gemacht haben.

Medien

Seit 1995 ist Witzigmann unter anderem als Unternehmensberater in der Gastronomie, Kochbuchautor und Leiter von Kochkursen tätig. Er konzipierte ein Restaurant und eine Kochschule auf Mallorca, die bereits nach zwei Jahren zu den besten Betrieben auf der Insel gehörte und für die japanische Juchheim-Gruppe eröffnete er ein Restaurant in Tokio.
Bei seinen mehr als 40 Kochbüchern hat er zum Teil auch mit anderen prominenten Köchen oder Fernsehköchen zusammengearbeitet, etwa Alfred Biolek oder Tim Mälzer.

Nach einer Idee von Dietrich Mateschitz, dem Chef des österreichischen Getränkeherstellers „RED BULL“ entwickelte er das bis heute einzigartige Konzept für das Restaurant IKARUS im Hangar-7 am Salzburger Flughafen. Bis 2013 unter Regie des Witzigmann-Schülers Roland Trettl und seitdem unter der Ägide von Martin Klein kochen dort im monatlichen Wechsel die kreativsten und besten Küchenchefs aus aller Welt, der "Hangar-7" gilt zwischenzeitlich weltweit als eines der innovativsten Restaurantkonzepte.

Der Jahrhundertkoch Dr. h.c. Eckart Witzigmann bezeichnete sich selbst einmal als „gastronomischen Chefregisseur“ mit Liebe und Affinität zur Schaubude.
Im Jahr 2002 startete Eckart Witzigmann ein neues Projekt, das zeitweise 150.000 begeisterte Besucher pro Jahr verzeichnet. In alten Spiegelzelten aus der Jahrhundertwende fanden bis zu 450 Besucher Platz, die einer vierstündigen Show mit den besten Artisten der Welt und einem viergängigen Menü frenetisch zujubeln. Der "Eckart Witzigmann Palazzo" und das Anschlussprojekt, der „Witzigmann-Roncalli-Bajazzo“, gastierte in München, Hamburg, Köln, Frankfurt und Düsseldorf und wird bis heute immer wieder kopiert. Für den PALAZZO-Standort in Graz konnte der gebürtige Österreicher erneut für eine Dinner-Show 2016 -18 gewonnen werden.

Auszeichnungen

Publikationen

Schüler