Kolja Kleebergs Bühne ist die Küche
Viele Wege führen in die Küche. Künftige Köchinnen und Köche müssen Lust und Talent verspüren, sich zu zeigen, sich zu exponieren, sich selbst oder mindestens ihre Werke. Kolja Kleeberg scheint den richtigen Mix in den Genen zu haben, auch wenn es den Starkoch aus Köln-Lindenthal vorerst auf die Bühne zog und erst später in die Küche. (ed)
Kolja Kleeberg zerlegte seinen ersten Karpfen im Alter von zwölf Jahren. 1983, nach dem Abitur in Koblenz, nahm Kolja Kleeberg Schauspiel- und Gesangsunterricht und stand in den achtziger Jahren am Stadttheater Koblenz auf der Bühne. Als der Komödiant Kolja Kleeberg als Aspirant bei einer Privatakademie einen krabbelnden Hund auf dem Boden geben sollte, war für den kölschen Jungen die Sache gelaufen. Er fand beim besten Willen den Hund nicht in sich. Seine durchlässigen Gefühle mochten partout nicht wedeln und bellen.
Kolja Kleeberg zerlegte seinen ersten Karpfen im Alter von zwölf Jahren. 1983, nach dem Abitur in Koblenz, nahm Kolja Kleeberg Schauspiel- und Gesangsunterricht und stand in den achtziger Jahren am Stadttheater Koblenz auf der Bühne. Als der Komödiant Kolja Kleeberg als Aspirant bei einer Privatakademie einen krabbelnden Hund auf dem Boden geben sollte, war für den kölschen Jungen die Sache gelaufen. Er fand beim besten Willen den Hund nicht in sich. Seine durchlässigen Gefühle mochten partout nicht wedeln und bellen.
Ein Koch muss reifen
Nach dem Bühnenintermezzo in München nahm Kolja Kleeberg eine Auszeit und meldete sich dann 1986 im Bonner Restaurant Le Marron zur Kochlehre. Die Rolle in der Küche schien ihm auf den Leib geschrieben. Er fühlte sich dort wohl, wo Harmonie und Wohlgeschmack Regie führten.
Nach seiner Ausbildung zum Koch wurde Kolja Kleeberg Commis Saucier, dann Commis Patissier und Chef Tournant, anschließend wechselte er ins Restaurant Friesdorfer Hof in Bonn. Köche müssen reifen, am besten während der Lehr- und Wanderjahre. Die führten Kleeberg zu Rino Casati nach Köln und zu Eduard Hitzberger im Chesa Pirani, ins schweizerischen La Punt. Hier schnupperte er schon einmal Höhenluft und stieg später im Hotel Haus Paradies zum Souschef auf.
Anschließend probte Kleeberg mit den Restaurants Gut Sarnow und Am Karlsbad drei Jahre lang die gastronomische Selbstständigkeit. 1996 erhielt er in Berlin das Angebot, das Edelrestaurant „VAU" als Chef de Cuisine zu leiten. Er sagte zu und bekam gleich im ersten Jahr den begehrten Michelin Stern. Kolja Kleebergs Erfolgsgeschichte hält bis heute an. Zusammen mit seiner Frau Ehefrau Petra bildet er ein erfolgreiches kulinarisches Team.
Der Entertainer Kleeberg
„Es fehlt der Respekt gegenüber den Grundprodukten. Ein Schwein gibt mehr her als ein Schweinsschnitzel. Da ist die Schulter, die Backe und der gefüllte Schweinsfuß. Die ganze Sau, eben.“
Kolja Kleeberg
Nach seiner Ausbildung zum Koch wurde Kolja Kleeberg Commis Saucier, dann Commis Patissier und Chef Tournant, anschließend wechselte er ins Restaurant Friesdorfer Hof in Bonn. Köche müssen reifen, am besten während der Lehr- und Wanderjahre. Die führten Kleeberg zu Rino Casati nach Köln und zu Eduard Hitzberger im Chesa Pirani, ins schweizerischen La Punt. Hier schnupperte er schon einmal Höhenluft und stieg später im Hotel Haus Paradies zum Souschef auf.
Anschließend probte Kleeberg mit den Restaurants Gut Sarnow und Am Karlsbad drei Jahre lang die gastronomische Selbstständigkeit. 1996 erhielt er in Berlin das Angebot, das Edelrestaurant „VAU" als Chef de Cuisine zu leiten. Er sagte zu und bekam gleich im ersten Jahr den begehrten Michelin Stern. Kolja Kleebergs Erfolgsgeschichte hält bis heute an. Zusammen mit seiner Frau Ehefrau Petra bildet er ein erfolgreiches kulinarisches Team.
Der Entertainer Kleeberg
„Es fehlt der Respekt gegenüber den Grundprodukten. Ein Schwein gibt mehr her als ein Schweinsschnitzel. Da ist die Schulter, die Backe und der gefüllte Schweinsfuß. Die ganze Sau, eben.“
Kolja Kleeberg
Kochen macht sexy und Essen macht glücklich
Im Jahr 2000 besann sich Kolja Kleeberg auf sein Talent als Entertainer. Er wurde vom Sat 1 Kochstudio gecastet und als „Maitre Frühstücksfernsehen“ engagiert. Dreimal pro Woche kultivierte Kleeberg die moderne Kochkunst für das große Publikum – Eine Herausforderung für einen Chef, dessen Arbeitszeit zwischen Mitternacht und morgens um drei Uhr endet.
„Kochen macht sexy und Essen macht glücklich“, versuchte Kleeberg als Credo seinem TV-Publikum zu vermitteln. Die Einschaltquoten schienen ihm Recht zu geben. Was interessiert die Menschen an Kochsendungen? „Die eine Hälfte will nachkochen, die andere Hälfte sieht die Sendung zur Unterhaltung. Und mancher freut sich einfach über einen Tipp.“, erklärte Kolja Kleeberg.
„Kochen macht sexy und Essen macht glücklich“, versuchte Kleeberg als Credo seinem TV-Publikum zu vermitteln. Die Einschaltquoten schienen ihm Recht zu geben. Was interessiert die Menschen an Kochsendungen? „Die eine Hälfte will nachkochen, die andere Hälfte sieht die Sendung zur Unterhaltung. Und mancher freut sich einfach über einen Tipp.“, erklärte Kolja Kleeberg.
Das Fernsehen springt für die Großmutter ein
„Maitre Frühstücksfernsehen“ in Ehren. Mehr als ein Standbein kann das Showkochen nicht sein. „Die Gastronomie ist die Basis. Man kann Kochsendungen auch nicht mit der Gastronomie vergleichen“, meint Kleeberg. Trotzdem kann via Fernsehen einiges an Wissen zum Kochen weiter gegeben werden. Das Fernsehen springt für die Großmutter ein, die früher ihre Rezepte der nächsten Generation weiter gegeben hatte.
Der Starkoch Kolja Kleeberg hat eine intelligente Finte, um die Gleichförmigkeit auf höchstem Niveau zu temperieren: „Ich habe im VAU exzellente Sous-Chefs in der Küche und zwei engagierte Stellvertreter vorn im Restaurant. Eine Kartoffel wird nicht dadurch besser, dass ich sie selber schäle.“
Köche risikeren, betriebsblind zu werden. Dass weiß auch Kleeberg. „Man beschäftigt sich das ganze Jahr über mit den gleichen Produkten, mit derselben Art zu kochen, mit derselben Klientel. Man kann leer werden und braucht Zeit, aufzutanken.“ Ausflüge ins TV-Showbusiness sind für ihn deshalb schöpferische Abwechslungen.
Der Starkoch Kolja Kleeberg hat eine intelligente Finte, um die Gleichförmigkeit auf höchstem Niveau zu temperieren: „Ich habe im VAU exzellente Sous-Chefs in der Küche und zwei engagierte Stellvertreter vorn im Restaurant. Eine Kartoffel wird nicht dadurch besser, dass ich sie selber schäle.“
Köche risikeren, betriebsblind zu werden. Dass weiß auch Kleeberg. „Man beschäftigt sich das ganze Jahr über mit den gleichen Produkten, mit derselben Art zu kochen, mit derselben Klientel. Man kann leer werden und braucht Zeit, aufzutanken.“ Ausflüge ins TV-Showbusiness sind für ihn deshalb schöpferische Abwechslungen.




