Interview mit Karlheinz Hauser
1. Welche Trends beobachten Sie gegenwärtig in der Kochszene?
Molekularküche, verstärkte Verwendung von Bio Produkten, vegetarische Küche, Fernseh-Kochshows.2. Was würden Sie als die Besonderheiten Ihrer Küche bezeichnen?
Ich habe mich ganz nach dem Leitsatz „Das Produkt ist der Star“ konsequent der Verwendung ausschließlich bester Produkte von höchster Qualität verschrieben, in diesem Sinne steht bei mir das jeweilige Produkt im Vordergrund.3. Nennen Sie drei Lebensmittel, zu welchen Sie eine besondere Beziehung haben und begründen Sie dies.
1. Artischocke: weil ich die richtige Verarbeitung durch einen großen Küchenchef in St. Moritz gelernt habe und dieses Gemüse mich seither fasziniert.2. Forelle: weil ich sie in meiner Lehre immer selbst fangen musste…
3. Steinbutt: weil er der wohlschmeckendste und qualitativ beste Fisch ist.
4. Was kommt bei Ihnen unter keinen Umständen auf den Teller?
Convenience Produkte und Exoten, wie zum Beispiel Strauß, Krokodil oder Känguru.5. Haben Sie ein Lieblingsgericht?
Knusprig gebratene Bauernente.6. Was ist für Sie die größte kulinarische Sünde?
Eine Kombination von Kaviar und Gänseleber, die tatsächlich schon einmal erlebt habe. Beides im Einzelnen betrachtet tolle Produkte, aber wenn man Produkte kombiniert, sollten diese miteinander harmonieren und nicht nur der Ausgefallenheit halber zusammengestellt worden sein.7. Ihr Konzept für eine ausgewogene Ernährung?
Besonders wichtig ist es, wie ich finde, viel Fisch zu sich zu nehmen. Vor allem aufgrund des hohen Gehalts an Omega-3-Fettsäuren und der bindegewebsarmen Struktur und der damit verbundenen guten Verdaulichkeit. Nicht zu vergessen, der hohe Anteil an Mineralstoffen- und Spurenelementen.Außerdem sollte man sich bemühen, abwechslungsreich zu essen, sei es innerhalb eines Produktbereiches oder auf die jeweiligen Gerichte bezogen. Das erhält den Spaß beim Essen und vertreibt Langeweile vom Küchentisch.
Wichtig ist auch die richtige und schonende Zubereitung der Produkte, da man sonst alle wertvollen Inhaltsstoffe eventuell „verkocht“ und damit allen noch so gesunden Produkten die wichtigen Nährstoffe entzogen werden können.
Für mich gilt, es muss auf nichts verzichtet werden, solange alles im richtigen Verhältnis bleibt, nicht vergessen werden sollte dabei jedoch das Obst und Gemüse als Vitaminlieferanten, da der Körper selbst Vitamine nicht produzieren kann.



