Die Auster, eine kulinarische Kostbarkeit

Kaum ein Nahrungsmittel hat so viele prominente Anhänger wie die Auster. Julius Cäsar feierte regelrechte Austern-Orgien, Giacomo Casanova schlürfte laut Überlieferung etwa 50 Stück pro Tag und Heinrich IV. verzehrte alleine hunderte von Austern als Vorspeise. Der griechischen Mythologie zufolge entstieg die Göttin Aphrodite einer Muschel. Diese Geburt der Venus aus der Meeresfrucht ispirierte jahrhundertelang große Künstler, wie Michelangelo und Botticelli. Es ist daher nicht verwunderlich, dass der Ruf der Auster als Aphrodisiakum bis heute erhalten blieb.
Die weltweit größte Menge an Austern wird heute in China verspeist, nämlich fast 3,7 Millionen Tonnen pro Jahr. Dort verzehrt man sie fast ausschließlich gegart, während sie auf dem restlichen Erdball bevorzugt roh geschlürft werden.
Der Verzehr von rohen Austern bringt allerdings gewisse Gefahren mit sich. Es sollten nur lebende Exemplare roh verspeist werden, denn der Genuss von ungekochten, toten Muscheln kann zu Vergiftungen führen. Da sich in Austern viele Umweltgifte anreichern, wird die kommerzielle Zucht streng kontrolliert.

Hier geht es weiter zu den Themen: