Spitzwegerich im Volksglauben

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In den mageren Krieg- und Nachkriegszeiten sammelten Mütter das Kraut, zogen die Blätter auf Fäden auf, um sie zu trocknen, und heilten damit allerlei Beschwerden ihrer Kinder. Das Wissen über die Heilwirkung des Sptzwegerichs ist aber schon mehrere tausend Jahre alt. Der Same mit Wein getrunken, würde den Bauchspeichelfluss mildern, das Blutspeien aufhalten und den Appetit anregen, glaubte schon der griechische Pharmakologe und Arzt Pedanios Dioskurides. Plinius der Ältere empfahl den Saft des Wegerichs gegen Schlangenbisse und Skorpionstiche und Hildegard von Bingen glaubte, Spitzwegerich als Einlauf verabreicht wirke gegen Liebeszauber. (weim)