Dill im Volksglauben
Man hat dem Dill von jeher eine stärkende und belebende Wirkung zugeschrieben. Gladiatoren im alten Rom nahmen vor dem Kampf eine Dillspeise zu sich, um sich zu stärken. Ein Sträußchen Dill an der Türe sollte vor Menschen schützen, die Böses im Sinn hatten, und wenn eine Frau in der Ehe das Sagen haben wollte, brauchte sie zum Hochzeitstag nur Dillsamen in die Brautschuhe geben. Ihr Mann hingegen hegte ganz andere Gedanken. Er ließ sich den Dill im Wein schmecken, von dem er sich, so ganz nebenbei, eine potenzsteigernde Wirkung erhoffte. (weim)




